Bei uns, im Harzer Höhlenort Rübeland, sind Sie die Nummer 1!
anfrage@numero-1.de
039454/49252

Die weltbekannten Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Schon aus der Jungsteinzeit sind menschliche Spuren nachweisbar: rohe Steinwerkzeuge, Knochen, Topfscherben mit durchbohrten Ösen und Knochen von Wölfen, Auerochsen und Renen. Der Überlieferung nach lebte zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Rübeland der Bergmann Friedrich Baumann. Er war ein kräftiger und strebsamer Mann. Aber seine mühsame und beschwerliche Arbeit im Schoß der Erde brachte wenig Gewinn. Oft herrschte bitterer Mangel in dem kleinen Hausstand des jungen Bergmanns und seiner hübschen Frau. Oft schlich Friedrich Baumann einsam in den Felsen seiner Heimat umher und träumte von den vielen verborgenen Schätzen, die er zu finden hoffte und dann sein Kummer und Elend beenden würden. Einst fand er dabei im dichtesten Gebüsch eine enge Felsenspalte, die später erweitert wurde und noch lange Zeit den Eingang zur Höhle bildete.

Etwas Glück und planmäßige Forschungsarbeit führten zur Entdeckung weiterer Abteilungen in der Baumannshöhle und damit zu neuer Attraktivität. Dazu trug auch die Durchführung bergbaulicher und baulicher Maßnahmen bei, die den Höhlenbesuchern ab Anfang des 20. Jahrhunderts wesentliche und vor allem spürbare Erleichterungen brachten. Am 28. Juni 1866 war an der Hasselfelder Straße eine kleine Menschenansammlung zu sehen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde, der aus Neuwerk stammende Wegeaufseher Wilhelm Angerstein, habe eine Höhle entdeckt. Tatsächlich hatte das Bergfeld am Hohen Kleef ein hunderttausendjähriges altes Geheimnis preisgegeben. Zur Baumannshöhle und der Bielshöhle gesellte sich eine dritte entdeckte Höhle, welche in der Zukunft für den Besucher zugänglich gemacht wurde.Die Entdeckung ist einem Zufall zu verdanken. Angerstein musste an der Bergseite der Straße nach Hasselfelde Geröll- und Schuttmassen räumen. Dabei legte er einen Felsspalt frei, aus dem ihm ein kalter Luftstrom entgegen blies. Seine Untersuchung ergab, dass der Spalt 4,50 m tief war und diesem sich ein niedriger, ausgedehnter Höhlenraum anschloss. Ende 1868 nahm sich auf „dienstliches Geheiß der Geheime Kammerrat“ Hermann Grotian der „Sechserdinghöhle“ (nach Angersteins Spottname benannt) an. Er veranlasste die ersten Vermessungen und Grabungen. Von seinem Vornamen abgeleitet, entstand 1877 die neue Bezeichnung – Hermannshöhle. Der Name des wahren Entdeckers, Wilhelm Angerstein, geriet nun in Vergessenheit.

Vor mehr als 200 Jahren war neben der Baumannshöhle die Bielshöhle in aller Munde und wies eine stattliche Besucherzahl auf. Heute der Schönheiten beraubt, sind die leeren Grotten und kahlen Wände der Bielshöhle nur noch Anziehungspunkt für Wissenschaftler, Höhlen- und Karstforscher, Studenten und naturverbundene Heimatfreunde. Sie suchen nicht nur Naturschönheiten und verwunschene Formen von Tropfsteinen, sie erforschen die Vorgänge im Inneren der Höhle. Am 14. Juli 1672 besichtigten die Forstleute die durch die Feuersbrunst verwüstete Stätte und entdeckten eine Öffnung im Berg. Man vermutete hinter dieser Öffnung eine Höhle, ähnlich der damals bereits bekannten Baumannshöhle, und verschloss sie mit einer Tür. Zur Gruppe der Bielshöhle zählt auch das Mundloch bei „Kamerun“. Es liegt etwa 15 Meter über der Talsohle oberhalb der scherzhaft „Kamerun“ genannten Häusergruppe der Märtensstraße inmitten eines schönen Lärchenbestandes. Das Mundloch war von Abfällen und Unrat völlig verstopft. Es diente für die Einwohner seit vielen Jahren als Müllplatz. Diese „Müllgrube“ wurde Ausgangspunkt der vorläufig letzten größeren Entdeckung in Rübeland.

Weitere Infos unter:
http://www.harzer-hoehlen.de/

Verfasser